pds Projekt App oder Bauspur: Was passt zu Ihrem Betrieb?

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Bautagebuch oder Fotomappe: was die pds Projekt App kann und kostet, wann Bauspur besser passt und wie Baustellenfotos in die PDS-Projektakte kommen.

Die kurze Antwort: Die pds Projekt App ist ein digitales Bautagebuch. Ihre Monteure erfassen Berichte pro Arbeitstag, und pds Software erhält sie als Tagesbericht. Bauspur ordnet Baustellenfotos in Mappen, pro Auftrag und Bauabschnitt, mit einem Text zu jedem Bild, und legt jedes Foto als eigenes Dokument in der PDS-Projektakte ab. Wer täglich berichten muss, ist mit dem Bautagebuch gut bedient. Wer viele Fotos über Wochen und Monate wiederfinden muss, fährt mit der Mappe besser. Beide lassen sich nebeneinander nutzen.

Zwei Arten, eine Baustelle zu dokumentieren

Die pds Projekt App hält fest, was an einem Tag auf der Baustelle passiert ist. pds beschreibt sie als „digitales Bautagebuch“, gegliedert nach Arbeitstagen. Vorbereitet sind Berichte für Abnahme, Anweisung, Begehung, Besprechung, Geräte, Mängel, Material, Tagesleistung und Wetter. Fotos gehören zu einem Bericht, etwa zu einem Mängelbericht oder einer Notiz. Laut pds werden alle erfassten Berichte „in geordneter Form als Tagesbericht an die pds Software übergeben“ (pds Projekt App).

Bauspur sammelt dagegen die Fotos eines Auftrags an einem Ort. Eine Mappe gehört zu einem Auftrag und hat Ordner nach Bauabschnitt, Gewerk oder Zweck. Der Monteur fotografiert direkt in den passenden Ordner und schreibt einen Satz zum Bild. Jedes Foto bleibt ein eigener Eintrag mit Aufnahmezeit, Autor und Text, und die Mappe wächst über die ganze Laufzeit des Auftrags.

Kommt Monate später eine Mängelrüge, zählt diese Ordnung: Im Bautagebuch führt der Weg über den Tag, an dem die Leitung verlegt wurde. In der Mappe öffnen Sie den Ordner „Rohinstallation“.

Vergleich auf einen Blick

Stand der Angaben zur pds Projekt App: 28. Oktober 2026 (Quellen unten).

Ordnet nach
pds Projekt App: Arbeitstag und Berichtsart
Bauspur: Auftrag, Bauabschnitt und Ordner
Fotos
pds Projekt App: im Bericht, mit Zeitstempel
Bauspur: jedes Foto ein eigener Eintrag
Text
pds Projekt App: Notizen im Bericht
Bauspur: ein Text pro Foto, dazu Kommentare
Berichte
pds Projekt App: neun Berichtsarten, Wetter automatisch per GPS
Bauspur: kein Bautagebuch
Mängel
pds Projekt App: Mängelbericht mit Frist, Verantwortlichem und Push-Erinnerung
Bauspur: Foto mit Text; keine eigene Mängelliste
Ohne Netz
pds Projekt App: laut App-Store-Eintrag „vollständig offline nutzbar“
Bauspur: offline fotografieren, Upload im Hintergrund mit sichtbarem Status
Ankunft in PDS
pds Projekt App: als Tagesbericht in pds Software
Bauspur: jedes Foto als Dokument in der Projektakte unter „Externe Dokumente“, im passenden Unterordner
Einsatz
pds Projekt App: für Betriebe mit pds Software als Back-End
Bauspur: mit PDS oder ohne ERP
Preis
pds Projekt App: „pds Apps“ 16 € je Mitarbeiter und Monat, im Paket mit Service, Material und Lager App (pds Preise)
Bauspur: noch kein Listenpreis; den Preis legen wir mit den ersten Pilotbetrieben fest
Voraussetzung
pds Projekt App: pds Software
Bauspur: für die PDS-Ablage: PDS-Cloud und das REST-API-Modul von PDS

Wo die pds Projekt App stärker ist

Das Bautagebuch landet direkt im ERP. Der Tagesbericht entsteht in der App, kommt strukturiert in pds Software an und lässt sich aus der App oder der Software an den Auftraggeber senden. Wer jeden Tag berichten muss, spart mit vorbereiteten Berichtsarten, Spracheingabe und automatischem Wetter viel Tipparbeit.

Für Mängel bringt die App Frist, Verantwortlichen und Push-Erinnerung mit; Bauspur hat dafür keine eigene Liste. Da die App zum Paket „pds Apps“ gehört, brauchen Sie kein zusätzliches Schnittstellenmodul.

Sollen Fotos an ausgeführten Leistungen hängen und ins Aufmaß fließen, lohnt ein Blick auf das Modul „Projektleistung & Regie“. pds hat es am 4. März 2026 angekündigt; erfasst wird dort mit der pds Mitarbeiter App (pds Blog).

Wo Bauspur stärker ist

Die Ordner einer Mappe bleiben gleich, egal an welchem Tag fotografiert wurde. Das Büro findet die Fotos vor dem Verputzen im Ordner des Bauabschnitts, und der Text zum Bild steht direkt am Foto.

Bauspur ordnet die Mappe über die Projektnummer der richtigen Projektakte zu und legt neue Fotos automatisch im passenden Ordner ab, ohne dass jemand etwas abtippt. In PDS lässt sich jedes Foto einzeln öffnen und weitergeben.

Mappen, Anfragen, Kunden, Termine und Aufgaben sind eigene Bauspur-Bereiche. Sie funktionieren auch in Betrieben, die PDS nicht oder noch nicht nutzen.

Wie kommen Baustellenfotos in die PDS-Projektakte?

Bauspur nutzt dafür die REST-Schnittstelle von PDS:

  1. Zuordnen. Die Mappe trägt die Projektnummer. Bauspur sucht die passende Projektakte in PDS und ordnet nur zu, wenn genau eine passt. Unklare Fälle stehen unter „Zu klären“ und werden von Hand zugeordnet.
  2. Ziel festlegen. Eine Regel bestimmt, welcher Mappenordner in welchen Unterordner unter „Externe Dokumente“ geht und welchen Dokumententyp die Datei bekommt, etwa „Bild“.
  3. Hochladen. Bauspur lädt jedes freigegebene Foto mit seinem Text hoch.
  4. Prüfen. Bauspur liest die Dokumentliste der Projektakte zurück und meldet die Lieferung erst, wenn das Foto am richtigen Ort liegt.

Beim Bau der Anbindung sind uns an einer PDS-Testinstanz vier Eigenheiten der Schnittstelle aufgefallen:

  • Die Projektnummer ist in PDS ein Freitextfeld. Nummer und Bezeichnung stehen oft zusammen darin, und dieselbe Nummer kann mehrfach vorkommen. Ein exakter Textvergleich trifft deshalb selten die richtige Akte. Bauspur vergleicht die Bestandteile der Nummer nach dem Schema Ihres Betriebs.
  • Unterordner unter „Externe Dokumente“ legt ein PDS-Administrator an. Die Schnittstelle adressiert sie ausschließlich über den Namen, deshalb verhindern zwei gleich benannte Unterordner eine eindeutige Ablage.
  • Hochgeladene Dokumente lassen sich über die Schnittstelle nicht löschen und nicht verschieben. Bauspur prüft das Ziel deshalb vor dem Upload.
  • PDS setzt als Dokumentdatum immer den Tag des Uploads. Bauspur schreibt Aufnahmezeit und Herkunft des Fotos in die Bemerkung, damit beides in der Akte sichtbar bleibt.

Mehr zu Ordnern, Dokumententypen und den Grenzen der Schnittstelle steht im Ratgeber Externe Dokumente in der PDS-Projektakte.

Kann man beides gleichzeitig nutzen?

Ja. Beide schreiben an verschiedene Stellen: Die pds Projekt App liefert Tagesberichte, Bauspur legt Dokumente unter „Externe Dokumente“ ab. Über die Schnittstelle lässt sich das Bautagebuch nicht befüllen, und Bauspur verändert keine bestehenden PDS-Dokumente.

Eine mögliche Aufteilung: Der Bauleiter führt Bautagebuch und Mängel in der Projekt App, die Monteure fotografieren den Baufortschritt in die Bauspur-Mappe. Das Büro findet beides in pds Software.

Dokumentiert Ihr Betrieb heute mit der App Memomeister, liest Bauspur die vorhandenen Mappen ein und ändert dort nichts. Wie das mit PDS zusammenspielt, zeigt die Seite zur Schnittstelle zwischen Memomeister und PDS.

Was Sie für den Start brauchen

  • PDS mit Cloud-Zugang und dem REST-API-Modul. Lizenz und Freischaltung klären Sie mit Ihrem PDS-Ansprechpartner.
  • Ein Projektnummern-Schema, das in den Mappen und in PDS gleich verwendet wird.
  • Eindeutig benannte Zielordner unter „Externe Dokumente“.

Wie Sie die Ordner einer Mappe sinnvoll anlegen, steht im Ratgeber Baustellenfotos strukturieren. Die Einrichtung Schritt für Schritt beschreibt die Hilfe Eine Mappe mit einer PDS-Projektakte verbinden.

Quellen und Prüfgrundlage

Die Angaben zur pds Projekt App stammen von den pds-Seiten Projekt App, Projektakte und Preise sowie aus dem App-Store-Eintrag, Stand 28. Oktober 2026. Die App selbst haben wir nicht getestet. Die Aussagen zur PDS-Schnittstelle beruhen auf eigenen Lese- und Uploadtests gegen eine PDS-Testinstanz.

Passt Ihr Ablauf zu Bauspur?

Im Pilot prüfen wir Projektnummern, Zielordner und Ihre Fotoordner, bevor das erste Foto automatisch in PDS landet.

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